Kunst- und Kulturmeile
Baden-Baden hat für Kunst- und Kulturinteressierte viel zu bieten. Veranstaltungen, Theater, Konzerte im Festspielhaus und im Kurhaus bieten reichlich Abwechslung. Dank der langen Kunst- und Kulturmeile ist das Angebot groß und für jeden Geschmack die richtige Unterhaltung dabei. Auf 3,5 Kilometern befindet sich ein Kulturbetrieb neben dem anderen. Vom Theater bis zum Skulpturenpark lässt sich hier so einiges entdecken. Die Meile beginnt mit dem berühmten Festspielhaus und führt vorbei an der klassizistischen Trinkhalle, dem Kurhaus und dem neobarocken Theater bis zum neu eröffneten Museum “Friedrich Burda“. Mitten durch die Kunst- und Kulturmeile zieht sich auch der künstlerisch gestaltete Garten der Stadt und lädt zum Verweilen ein. Am Ende der Kunst- und Kulturmeile Baden-Badens befinden sich schließlich das 700 Jahre alte Kloster Lichtenthal und das Brahmshaus.
Festspielhaus Baden-Baden
Das renommierte Festspielhaus Baden-Baden wurde im April 1998 eröffnet und bietet seitdem Platz für rund 2500 Zuschauer. Damit ist es das größte, und vor allem erste gänzlich privat finanzierte Opern- und Konzerthaus in Deutschland. Die heutige Kassenhalle, sowie das Restaurant des Festspielhauses sind als Teile des alten Baden-Badener Stadtbahnhofes erhalten geblieben und wurden von dem Wiener Architekten Wilhelm Holzbauer geschickt integriert. Unter dem Intendanten Andreas Mölich-Zebhauser, bietet das Haus jährlich vier verschiedene Festspielperioden mit Oper, klassischen Konzerten, Balletts und Entertainment-Shows. In Baden-Baden wurden und werden alle großen Opern unter der Leitung vieler berühmter Dirigenten gezeigt und alljährlich verleiht die Kulturstiftung den nach Herbert von Karajan benannten Musikpreis. Das Festspielhaus Baden-Baden kann an jedem Wochentag während eines rund 75 Minuten dauernden und geführten Rundganges besichtigt werden.
Trinkhalle Baden-Baden
Zu einer Stadt mit der Heilkraft des Thermalwassers gehört natürlich auch eine Trinkhalle. Die in Baden-Baden wurde von 1839 bis 1842 nach den Plänen von Heinrich Hübsch, eines Architekten und großherzoglichen Baudirektors erbaut und befindet sich rechts vom Baden-Badener Kurhaus.
Das Gebäude ist 90 Meter lang und die Vorhalle wird von 16 korinthischen Säulen gestützt. Beim Schlendern durch die Vorhalle können Sie 14 Wandbilder von Jakob Götzenberger bewundern, sie zeigen Mythen und Sagen aus der Region, Szenen aus der Stadtgeschichte und Ausflugsziele in der Umgebung.

Durch die offene Wandelhalle gelangen Sie in den Brunnenraum und können von dem Heilwasser kosten, das aus bis zu 17.000 Jahre alten Quellen kommt. Vom östlichen Teil der Wandelhalle haben Sie einen schönen Blick auf die Kaiserallee und das Denkmal Kaiser Wilhlems I, der seit dem Jahre 1849 zweimal im Jahr mit seiner Frau die Trinkhalle besuchte. Heute beherbergt die Trinkhalle eine Tourist-Information, bei der Sie auch verschiedene Tickets kaufen können. Außerdem finden Sie hier eine Cafe-Bar mit einer reichen Auswahl und einem schönen Blick auf das Kurhaus.

Museum Frieder Burda
In der Lichtenthaler Allee wurde am 22.10.2004 neben der Kunsthalle das private Sammlermuseum Frieder Burda eröffnet.
Frieder Burda, der Sohn des Verlegers Franz Burda, Kunstsammler und Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden zeigt Stücke aus seiner privaten Kunstsammlung. Bis Februar 2005 waren die ersten 150 Stücke, der über 500 Kunstwerke starken Sammlung, ausgestellt. Es handelt sich um klassische Moderne und zeitgenössische Kunst, zu sehen sind Gemälde, Skulpturen oder Arbeiten auf Papier.
Zu den ausgestellten Künstlern zählen unter anderem Georg Baselitz, John Chamberlain, Karin Kneffel, Willem de Kooning, Pablo Picasso oder Clyfford Still. Die Ausstellungen wechseln in regelmäßigen Abständen, im Moment ist eine Ausstellung des kunsthistorischen Museums Wien zu sehen, die sich „Künstler der Kaiser“ nennt. Das vom amerikanischen Architekten Richard Meier entworfene weiße Gebäude ist durch eine gläserne Brücke mit dem Altbau der Staatlichen Kunsthalle verbunden, so dass gemeinsame Ausstellungen in beiden Gebäuden stattfinden können.
Römische Bäderruinen
Tauchen Sie ein in die faszinierende, antike, römische Bäderwelt. In den römischen Bäderruinen bekommen Sie einen interessanten Einblick. Die 8. römische Legion in der Zeit 69 bis 79 n. Chr. begann mit dem Bau des Bäderviertel in Baden-Baden. Sie nannten Sie “AQUAE“. Marcus Aurelius Antonius, römischer Kaiser, erweiterte und verschönerte es luxuriös in der Zeit zwischen 213 bis 217 n. Chr.

Doch die Alemannen zerstörten das Viertel und ließen es in Vergessenheit geraten. 1847 wurden die Ruinen wieder entdeckt. Zwischenzeitlich wurden sie saniert, restauriert und zur Besichtigung wieder freigegeben. Es ist zwar nur ein Zehntel des ursprünglichen Bäderviertel, aber es vermittelt einen fantastischen Eindruck in eine vergangene Zeitepoche. Sie finden sie unterhalb des Friedrichsbades und des Marktplatzes zwischen altem Dampfbad und Stiftskirche. Es ist nicht zu verfehlen, denn das schwarze Kopfsteinpflaster auf dem Marktplatz zeigte die Form und Größe der Badruinen an.

Kunstmuseum Gehrke-Remund
Im Nordwesten von Baden-Baden befindet sich das Kunstmuseum Gehrke-Remund. In einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Industriestraße mitten im Naturpark Schwarzwald Nord/Mitte und unweit der BAB 5 wurde das Museum eingerichtet.
Die Idee stammt von den beiden Kunstliebhabern und -sammlern Hans-Jürgen Gehrke und Dr. Mariella C. Remund, nach denen das Museum auch benannt ist. Das Interessante am Kunstmuseum Gehrke-Remund ist unter anderem, dass es mit den Augen des Besuchers entworfen wurde. Zu sehen sind auf 600 Quadratmetern nicht nur die Werke, sondern präsentiert wird gleichzeitig das Leben des Künstlers.
Die Dauerausstellung „Ein Band um eine Bombe“ gibt einen Einblick in das gesamte Oeuvre von Frida Kahlo, so dass Leben, Entwicklung und Schaffensphasen der mexikanischen Künstlerin nachvollzogen werden können. Neben 100 Gemälden sind auch persönliche Gegenstände der Künstlerin ausgestellt.
Theaterbesuche
Das große Stadttheater in Baden-Baden bietet das ganze Jahr über, zahlreiche und spannende Stücke für Personen jeden Alters an. Als Gruppen erhalten Sie hier sogar besondere Rabattaktionen.

Doch bewundern Sie nicht nur die Stücke mit dem großartigen Ensemble, es bieten sich auch viele andere Möglichkeiten an, wie zum Beispiel bei Kaffee und Kuchen im Spiegelfoyer des Theaters Fragen an die Darsteller zu stellen. So können Sie in einer lockeren und gemütlichen Atmosphäre ganz privat mit den Schauspielern sprechen. Das Spiegelfoyer kann im übrigen auch für romantische und traumhafte Hochzeiten gebucht werden. Des weiteren bietet sich die Möglichkeit Führungen hinter die Kulissen des Theaters zu besuchen. Dies ist sicher spannend für jeden Kulturinteressierten.

Als besonderen Service bietet das Theater einen Theaterbus an, welcher Sie zu Hause abholt und später wieder dorthin bringt. Hier erhalten Sie sogar Ermäßigung auf die Eintrittskarte.

Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts
In der Lichtenthaler Allee 8 wurde nach Plänen der Grenke Stiftung ein historisches Anwesen saniert und durch einen Neubau ergänzt. In dem so entstandenen Kulturzentrum LA8 befindet sich das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, welches von geschichtlichen Überschneidungen zwischen Kunst und Technik erzählen soll. Seit der Eröffnung im April 2009 wird hier auf 400 qm die Ausstellung „Reisen – Ein Jahrhundert in Bewegung“ gezeigt. Es können unter anderem Gemälde von Andreas Achenbach und Carl-Friedrich Lessing, ein Auto der Bergmann-Werke sowie verschiedene Reisespiele und Kameras bestaunt werden. Die Themen der Ausstellungen sollen halbjährlich wechseln und man möchte stets Zeitdokumente, Gemälde und wenn möglich auch technische Errungenschaften im Original ausstellen. Das Ganze wird abgerundet durch ein Begleitprogramm aus Lesungen, Vorträgen und Workshops für Kinder. Ein Restaurant, welches auch im Kulturzentrum untergebracht ist, sorgt zu Öffnungszeiten des Museums mit junger Küche für das leibliche Wohl.
Kunsthaus mit langjähriger Tradition
In der City von Baden-Baden, nur wenige Meter von Casino und Marktplatz entfernt, steht ein altes, für die Kurstadt typisches Gebäude, die Staatliche Kunsthalle. Anders als andere Kunsthallen waren die heiligen Hallen dieses Bauwerkes von Beginn an, d.h. seit Anfang des 20. Jahrhunderts, der Kunst vorbehalten. So besteht eine langjährige Tradition mit Ausstellungen von klassischer, zeitgenössischer sowie moderner Kunst. Die Staatliche Kunsthalle, deren Träger das Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg ist, konnte sich international einen Namen machen. Die Ausstellungsräume gelten als gut konzipiert, sowohl in Größe als auch bezüglich des Lichteinfalls. Neben den “normalen“ Ausstellungen gibt es sieben Kurzausstellungen von jeweils vierzehn Tagen Dauer mit zeitgenössischer Kunst. Es werden Führungen angeboten, ferner Lesungen und Vorträge, so dass die Kunst in der Kunsthalle nicht nur auf den bildnerischen Aspekt begrenzt bleibt.
Stadtmuseum Baden-Baden
Das Stadtmuseum in Baden-Baden, welches nun schon seit dem Jahre 2004 im so genannten „Alleehaus“ in der Lichtentaler Allee vorgefunden werden kann, offeriert Ihnen eine facettenreiche Auswahl an verschiedensten Ausstellungen. Vielmehr können Sie im Stadtmuseum die Geschichte der vielfältigen Stadt Baden-Baden von seinen Anfängen zu Zeiten des antiken Roms bis zu heutigen und aktuellen Ereignissen bestaunen.

Diesbezüglich spezialisiert sich das Museum insbesondere auf das Kuren und Baden im Verlauf der Jahrhunderte, aber auch die mondänen Weltbäder im 19.Jahrhundert.

Im Dachgeschoss hingegen können Sie je nach Jahreszeit und Monat unterschiedliche Sonderausstellungen besichtigen, während im Pavillon Steindenkmäler sowie die plastischen Bildwerke und spätgotischen Portalfiguren der Römer bis hin zur Neuzeit aufgesucht werden kann. Die Sonderausstellungen können jedoch spannende Sammlungen über Münzen, Medaillen, historisches Spielzeug oder böhmische Gläser beinhalten.

Kloster Lichtenthal
Kloster Lichtenthal in Baden-Baden ist ein überaus sehenswerter Ort in dieser prächtigen Stadt im Westen von Deutschland, die schon seit Jahrhunderten ein beliebter Kurort ist. Wenn Sie sich entscheiden, in Baden-Baden Ihre Ferien in einem der wunderbaren Hotels zu verbringen, dann sollten Sie aber neben all den mondänen Stellen in der Stadt auch die Sakralgebäude nicht außer Acht lassen. Und eben Orte der Ruhe und Besinnung wie Kloster Lichtenthal. Es handelt sich bei dem Kloster um ein Kloster des Ordens der Zisterzienserinnen.

Heute befindet sich das Kloster am Ende der Lichtentaler Allee, eine Grundschule befindet sich dort und nach wie vor besteht das Kloster als Ordenshaus weiter. Und es blickt auf eine wahrlich lange Geschichte zurück. Gegründet wurde es nämlich bereits im 13. Jahrhundert. Damals war es Markgräfin Irmengard, die sich entschied, ein Kloster an dieser Stelle zu begründen und so dem Orden der Zisterzienserinnen eine Heimstadt zu geben. Seitdem besteht dieses Kloster ohne jede Unterbrechung.

Wenn Sie das Kloster besuchen, dann wird Ihnen bereits der prächtige Torbogen auffallen, der in der Tat beeindruckend ist. Aber auch die gotische Stiftskirche beherbergt so viel Sehenswertes: ein altes Kruzifix, eine steinerne Altarkanzel sowie das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl. Ebenso prächtig ist auch die Fürstenkapelle mit ihren Heiligenfiguren.

Brahmshaus
Das heutige Brahmshaus wurde im Jahr 1790 auf einem idyllischen Hügel in Lichtental, einem Stadtteil Baden-Badens erbaut. In den Sommermonaten zwischen 1865 und 1874, war das Haus Lichtental Nr. 8 der bevorzugte Aufenthaltsort des berühmten Komponisten Johannes Brahms. Hier fand er die nötige Abgeschiedenheit und Stille, um an seinen Werken arbeiten zu können.

So wird die 2. Sinfonie von Brahms auch “Lichtentaler Sinfonie“ genannt.

Seit 1967 wird das Brahmshaus von der Brahmsgesellschaft Baden-Baden als bedeutendes Kulturgut gepflegt. Sie können ein kleines Museum besichtigen und die im Obergeschoss befindlichen Wohnräume, darunter den beeindruckenden “Blauen Salon“ besuchen. Noch immer ist in den Räumen die schöpferische Kraft von Johannes Brahms zu spüren. Zum Erhalt des Hauses organisiert die Brahmsgesellschaft Baden-Baden alle zwei Jahre die Brahmstage mit vielen Konzerten.